St. Nikolaus Arenberg

  • Name der Pfarrei
    Pfarrei St. Nikolaus Arenberg mit zugeordnetem Pfarrbezirk St. Erasmus Immendorf
  • Anzahl der Katholiken (2019): 2.304
  • Bild der Kirche                   
Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus – Arenberg
Filialkirche St. Erasmus – Immendorf

Aktuelles

„Die Katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus Koblenz (Arenberg) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine 2. Küsterin / einen 2. Küster mit einem Beschäftigungsumfang von 4.0 Wochenstunden.

Nähere Informationen erteilt der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Herr Kurt Isbert, Telefon: 0171-2830695 oder per Email: kurt.isbert@t-online.de“

  • Besuchsanschrift der Pfarrkirchen
    St. Nikolaus: Immendorfer Str. 8, 56077 Koblenz
    St. Erasmus: Ringstraße 44, 56077 Koblenz
  • Besuchsanschrift Pfarrheim
    Pfarrheim St. Josef: Immendorfer Straße 8
  • Besuchsanschrift der kath. Kindergärten
    St. Nikolaus: Urbarer Straße 12, 56077 Koblenz
    St. Christophorus: Schlosshofstraße 37, 56077 Koblenz
  • Kurzbeschreibung
    Der Koblenzer Höhenstadtteil Arenberg liegt im äußersten Nordosten des Welterbegebiets Mittelrhein.
    Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus
    Die einzigartige Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus und die „Pfarrer-Kraus-Anlagen“, eine Landschaftsbilderbibel, sind ohne ihren Schöpfer Pfarrer Johann Baptist Kraus nicht zu beschreiben. Pfarrer Johann Baptist Kraus – Pfarr- und Wallfahrtskirche – Landschaftsbilderbibel – bilden eine Einheit.
    Johann Baptist Kraus wurde am 5. Juni 1805 in Vallendar geboren. Von 1834 bis zu seinem Tode am 16. März 1893, war er Pfarrer von Arenberg. Sein unermüdliches Wirken war für das Kirchspiel Arenberg und Immendorf ein Segen und wirkt bis heute nach.
    Geprägt vom romantischen Katholizismus um Joseph von Görres und Clemens Brentano und beeindruckt vom Erlebnis der Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier 1844, begeisterte Pfarrer Kraus seine Gemeinde für die Idee, „im heiligen Tempel der Natur“ die Heilstaten Gottes, Ereignisse aus dem Leben Jesu und seiner Mutter sowie aus dem Leben der Heiligen zu einer einprägsamen Bildergeschichte zusammenzufügen. Im Jahr 1845 begann er mit der Verwirklichung einer Landschaftsbilderbibel, den nach ihm heute benannten Pfarrer-Kraus-Anlagen.
    Der krönende Abschluss des Lebenswerkes von Pfarrer Johann Baptist Kraus begann 1860 mit der Grundsteinlegung zur Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus anstelle einer kleineren, 1487 erbauten Kirche am Platz der heutigen Taufkapelle. Nach einem von Pfarrer Kraus eigenhändig aus Wachs geformten Modell wurde die neuromanische Pfeilerbasilika von Joseph Mündnich und Sohn Peter aus Koblenz bis 1868 erbaut; die Türme nach dem Vorbild von St. Florin in Koblenz waren 1874 vollendet. Am 5. Juni 1860, an seinem 55. Geburtstag, setzte Pfarrer Kraus persönlich den ersten Stein als Zeichen des Baubeginns und am 18. August 1860 nahm Weihbischof Dr. Godehard Braun die feierliche Grundsteinlegung vor. Der Grundstein enthält in seiner Mitte einen Zinkbehälter mit der in Latein verfassten Gründungsurkunde. Am 26. September 1868 wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus von Bischof Dr. Matthias Eberhard feierlich eingeweiht.
    Bis 1865 errichtete Pfarrer Kraus ein kleinesKlostergebäude. Nachdem am 5. März der Bischof von Trier die Erlaubnis zur Errichtung eines Konvents in Arenberg erteilt hatte, kamen am 10. April 1868 zwei Dominikanerinnen aus dem Kloster St. Peter in der Schweiz nach Arenberg, um eine neue Ordensgemeinschaft einzurichten. Am 16. Juni des gleichen Jahres folgte ihnen Josepha Willimann aus dem Schwyzer Kloster. Am 22. Juli wird sie hier als Schwester Cherubine eingekleidet und legt am 17. August 1869 ihr ewiges Gelübde ab. Sie ist die Gründerin der Arenberger Dominikanerinnen.
    Am 16. März 1893 verstarb Pfarrer Johann Baptist Kraus im hohen Alter von 93 Jahren in seinem kleinen bescheidenen Pfarrhaus. Bis zuletzt kümmerte er sich trotz seiner schwindenden Körperkräfte um Anlagen und Pfarr- und Wallfahrtskirche und erfüllte seine priesterlichen Aufgaben.
    Filialbezirk St. Erasmus Immendorf
    Das erste Gotteshaus in Immendorf wurde um 1675 errichtet. Es ist nachgewiesen, dass 1785 die Koblenzer Jesuiten in der Immendorfer Kapelle die Christenlehre abhielten. Auch die Maße dieser Kirche sind uns überliefert worden. Die Immendorfer Kirche war fast ebenso groß wie die damalige Arenberger Kirche. Sie war im Schiff 24 Fuß lang und 18 Fuß breit, im Chor 18 Fuß lang und 12 Fuß breit. Die damalige Arenberger Kirche war im Schiff 30 Fuß lang und 21 Fuß breit, im Chor 20 Fuß lang und 13 Fuß breit (1 Fuß entspricht etwa 0,30 m).
    Im Jahre 1891 wurde auf der gleichen Stelle, an der die alte Kirche stand, eine neue Kirche gebaut, die jedoch nach etwa 40 Jahren so feucht und baufällig wurde, dass man an einen Neubau denken musste. In den Jahren 1940 – 1945 wurde die alte Kirche nach und nach abgerissen.
    Mit dem Bau der heutigen Kapelle begann man 1938. Verständlicherweise wurden die Arbeiten an diesem Neubau durch den Kriegsausbruch 1939 erheblich verzögert, sie kamen aber bis 1941 zu einem gewissen Abschluss. Die endgültige Vollendung des Bauwerkes brachte das Jahr 1948. 
    Am 29. Juni 1948, dem Fest Peter und Paul, hat Pfarrer Dr. Leclerc die Kirche benediziert. Bei den Feierlichkeiten wirkten außer dem Gesangverein „Frohsinn“ und dem Kirchenchor die Schulkinder mit.
    Die Planungsarbeiten für den Kirchenbau erledigten die Architekten Huch und Greffges, Koblenz; die Bauausführung war der Firma Staudt, Koblenz-Niederberg, übertragen worden.
    Nach einer Idee des damaligen Dözesankonservators Dr. Irsch, Trier, gestaltete der Künstler Eugen Keller, Höhr-Grenzhausen, die Kreuzigungsgruppe über dem Altar, die Kreuzwegstationen und die vier Reliefs der Kommunionbank (diese vier Reliefs stellen alttestamentarische Szenen dar, die in engem Bezug zur Eucharistie stehen: von links nach rechts: Die Prüfung Abrahams (Gen 22, 1-19), das Paschamahl (Ex 12, 1-14), die eherne Schlange (Num 21, 4-9), Melchisedek (Gen 14, 17-20).
    Die Baufinanzierung erfolgte durch die Arenberger Anlagenverwaltung und durch Spenden. Die Kommunionbank ist eine persönliche Stiftung von Pfarrer Dr. Leclerc. Auch in neuerer Zeit fanden und finden sich immer wieder Bürger, die großzügig persönliche Mittel für die Ausstattung und den Schmuck der Kapelle zur Verfügung stellen. Ebenso sorgt eine Gruppe von Frauen seit einigen Jahren Woche für Woche unentgeltlich für die Reinigung und den Schmuck der Kirche.
    Patron der Immendorfer Kirchen in Vergangenheit und Gegenwart ist der hl. Erasmus. Der hl. Ersamus, Fest am 2. Juni, ist einer der 14 Nothelfer. Unter Diokletian wurde er 303 in Formia getötet. Die Verehrung der 14 Nothelfer entstand im 14. Jahrhundert, als in Deutschland die Pest wütete.
    Für den Besucher der Immendorfer Kapelle wird an vielen Stellen der Kirche das Kreuz Christi überdeutlich, so z. B. die überlebensgroße Kreuzigungsgruppe über dem Altar, am Holzwerk der Decke und in den Glasmalereien. Auch vor der Kirche hat man das Kreuz errichtet, das schon die Außenwand der alten Immendorfer Kapelle zierte.
    Die Erbauer haben hier bewusst gegenüber den verabscheuungswürdigen Kreuzschändungen während der nationalsozialistischen Diktatur ein Zeichen setzen wollen. Es ist ihnen auf diese Weise auch der Bezug zur Arenberger Pfarrkirche gelungen, in der das Kreuz seinen besonderen Platz hat.
    (Entnommen der Festschrift „1100 Jahre Immendorf   880 – 1980“)
  • PGR
    Der Pfarrgemeinderat St. Nikolaus sich zusammen aus sechs gewählten und zwei berufenen Mitgliedern und Pater Dieter Lieblein OT Kraft Amtes. Ansprechpartnerin ist die Vorsitzende Frau Heike Haas-Permesang.
  • Verwaltungsrat
    Der Verwaltungsrat setzt sich derzeit aus fünf Mitgliedern zusammen. Der Vorsitzende ist Herr Kurt Isbert.
  • Gruppen
    Kirchenchor Cäcilia
    Kontakt:
    Herr Franz-Josef Göddertz (Vorsitzender)
    Herr Dr. h.c. Peter Stilger (Dekanatskantor)
    Proben: donnerstags um 19.30 Uhr
    Chor Monte Candanto
    Kontakt:
    Herr Dr. h.c. Peter Stilger (Dekanatskantor)
    Proben: montags um 19.30 Uhr
    Pfarrmusikkapelle
    Kontakt:
    Michael Löffler (Vorsitzender)
    Proben: dienstags um 19.00 Uhr
    Katholische Frauengemeinschaft
    Kontakt:
    Gaby Diewald (Vorsitzende)
  • Besondere Traditionen
    Patrozinium am 6. Dezember
    Kirchweihfest am Wochenende nach Fronleichnam
    Sakramentsprozession nach Immendorf am zweiten Sonntag nach Fronleichnam