Fronleichnam 2018: Regenprogramm

 

Aufgrund der schlechten Wettervorhersage haben für 2018 wir das Regenprogramm in Kraft gesetzt:

Do. 31.05.

HOCHFEST DES LEIBES UND BLUTES CHRISTI, FRONLEICHNAM
(bei Regen)

Arenberg

11.00

Hl. Messe

Asterstein 09.30

Hl. Messe

Ehrenbreitstein 09.30

Hl. Messe

Horchheim 10.30

Wortgottesdienst

Pfaffendorf

11.00

Hl. Messe

Pfaffendorfer Höhe

11.00

Wortgottesdienst, anschl. Gemeindefest

Internationale Ministrantenromwallfahrt

Liebe Messdienerinnen und Messdiener, eine Pilgerreise der Superlative steht bevor! 50.000 Ministrantinnen und Ministranten aus vielen verschiedenen Ländern sind eingeladen nach Rom. Und Du kannst dabei sein! Vom 29.07 bis 04.08.2018 werden wir zusammen mit Weihbischof Jörg Michael Peters unterwegs sein. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten, der Geschichte der ewigen Stadt, mitreißenden Gottesdiensten, gelebtem, jungen Glauben und viel Sonne und Spaß trifft sich die Welt mit dem Papst. Den Höhepunkt findet das internationale Treffen in der Papstaudienz eigens für uns.

Nähere Infos im Dezemberpfarrbrief!

Offizieller Flyer

Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 12. Januar 2018, der Teilnehmerbeitrag für unsere Gruppe beträgt 489€. Die Anmeldung wird erst mit Zahlung des Teilnehmerbeitrags gültig.

Etwas bizarr mutet an, was aus dem dänischen Königshaus zu hören und zu lesen ist (STERN am 15.8.2017). Ein seit Jahrzehnten gekränkter Prinz Henrik verweigert öffentlich schon zu Lebzeiten die Bestattung neben seiner Frau.

Wir müssen heute einmal in das dänische Königshaus schauen, zu Königin Margrethe, 77 Jahre alt, und ihrem Mann Prinz Henrik, 83 Jahre. Wir schauen nicht dorthin, weil wir neugierig sind auf gekrönte Häupter, sondern weil wir aus dem dänischen Königshaus Nachrichten erhalten, die einen erschrecken lassen und fragen: Wie ist das bei uns selbst?
Henrik, gebürtiger Franzose, ist kein „König“, er ist von Amts wegen „nur“ Prinzgemahl. Er ist also, was seinen Titel angeht, seiner Frau und Königin von Dänemark nicht gleichgestellt. Das kränkt ihn seit Jahren, wie man liest und hört. Und in den letzten Tagen hat er sogar gesagt: Ich will nicht neben der Königin beerdigt werden; ich bin ja kein König. Das sagt er nach fünfzig Ehejahren. So tief sitzt sein Schmerz. Dabei soll das Grabmal für beide in der Kapelle St. Brigittes der Domkirche von Roskilde schon entworfen sein.

Kränkungen können tief gehen. Manchmal zerreißen sie sogar die Seele. Und dieser Riss soll oder will dann einfach nicht heilen. Fünfzig und mehr Jahre nicht. Es kann sein, dass jemand eine Kränkung trägt und immer wieder daran leidet, Jahr für Jahr, schon beim geringsten Anlass. Manchmal etwas zu laut daran leidet. Wie der Prinzgemahl Henrik von Dänemark.
Es ist auch nicht das erste Mal, dass er sich beklagt und seine Kränkung öffentlich macht. Viele Zeitungen hören ihm dann immer wieder gerne zu. Sie brauchen Geschichten von Angst und Schmerz – gerade auch von ihrem Prinzgemahl
Diese Geschichte aber ist eine zu viel.

Gekränkte haben nicht alle Rechte, nur weil sie gekränkt sind. Und keine Kränkung geht über den Tod hinaus. Wer mit seiner Partnerin fünfzig und mehr Jahre zusammen war, wird mit ihr auch beerdigt. Was wird denn das für ein Bild: Die Königin in ihrem Grab, der Ehemann Gott weiß wo. Kinder und Enkel fahren womöglich durch halb Europa, um die Gräber zu besuchen. Nein, das geht nicht. Im Tod endet jede Kränkung. Aber besser noch vorher. Kränkungen darf man nicht pflegen wie Blumen am Fenster. Man darf sich auch nicht mit einem falschen Stolz umgeben, nur weil man dann in seiner angeblichen Unschuld leben kann.
Anderen etwas heimzuzahlen ist keine christliche Tugend. Erst recht nicht, wenn es öffentlich geschieht jahre- oder jahrzehntelang. Darum tun wir alles, was uns möglich ist, um selbst keinen Unfrieden mit ins Grab zu nehmen. Am besten beginnen wir noch gleich heute damit. Und versöhnen uns mit denen, von denen wir meinen, dass sie uns gekränkt haben.
Der Himmel ist zu schön für Streit. Und Verzeihen ist ein weit offenes Tor zum Himmel.

Michael Becker
mbecker@buhv.de

Vom Mut, sich zu bekennen

IMAGE-aktuell 15. September 2015

Bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Bern an Bundeskanzlerin Angela Merkel vor vier Tagen ging sie anschließend in einem Gespräch auch auf die Sorgen vor einer „Islamisierung Deutschlands“ ein. Dabei fand sie so freundliche wie deutliche Worte.

Die Bundeskanzlerin hat uns Christen neulich ein wenig die Leviten gelesen, ganz freundlich natürlich. „Leviten lesen“ ist ein Ausdruck aus dem Judentum. Diener im Tempel hielten dann eine Art Strafpredigt aus dem 3. Buch Mose, das im Hebräischen „Leviticus“ heißt. Darin mahnt Gott und weist auf den rechten Weg, von dem man ja auch abkommen kann. Vor einigen Tagen war es die Kanzlerin Angela Merkel, selbst Pfarrerstochter, die Christen an den rechten Weg erinnerte.

Das kam so.

Bei einem Gespräch in der Universität Bern wurde sie gefragt, ob man bei den vielen Flüchtlingen aus der arabischen Welt nicht Sorge habe müsse vor zu viel Islam in Deutschland. Da hat sie zuerst auf die Tatsachen gezeigt und gesagt, es gebe jetzt etwa 4 Millionen Muslime in Deutschland, das seien 5 Prozent der Bevölkerung, also eher wenige. Sie gehörten zu uns. Dann sagte sie wörtlich, so freundlich wie ernst: „Haben wir doch den Mut zu sagen, dass wir Christen sind. Haben wir dann aber auch bitteschön die Tradition, mal wieder in einen Gottesdienst zu gehen oder ein bisschen bibelfest zu sein und vielleicht auch ein Bild in der Kirche noch erklären zu können. Und wenn sie mal Aufsätze in Deutschland schreiben lassen, was Pfingsten bedeutet, dann würde ich mal sagen, ist es mit der Kenntnis über das christliche Abendland nicht so weit her.“

Das sind klare Sätze. Bevor wir uns Sorgen machen, wie stark und fest andere in ihrem Glauben sind, sollten wir fragen, wie ernst es uns ist mit unserem Glauben. Angst als Gefühl ist berechtigt, aber nicht immer richtig. Wenn man ängstlich wird, sollte man in Ruhe darüber nachdenken, alleine und mit anderen. Dann stellen wir fest, dass in Deutschland etwa 55 Millionen, also 2/3 aller Menschen, einer christlichen Kirche angehören. Und etliche, die weder katholisch noch evangelisch sind, glauben auch an Gott und seinen Sohn Jesus. Wir sehen aber selten volle Kirchen, dafür oft volle Moscheen. Wir pflegen eher selten unsere Glaubensregeln wie tägliches Gebet, Lesen in der Bibel, Zeiten der Stille, Fasten und Spenden oder den Besuch des Gottesdienstes – und erkennen bei anderen dann, wie ernst sie ihren Glauben gemeinsam im Alltag leben. Niemand kann nur für sich glauben und bekennen. Es gehört immer eine Gemeinschaft, eine Gemeinde dazu. Gemeinsam bekennt es sich leichter; gerade in schwierigen Zeiten. Man kann sich dann austauschen, ernste Fragen miteinander besprechen und möglichst fröhlich miteinander singen und beten.

Machen wir doch Ernst mit dem eigenen Glauben; räumen wir Gott mehr Zeit ein in unserem Leben. Dann spricht es sich leichter mit denen, die anders glauben. Aus der Angst kann dann ein Gespräch werden über das, was uns trennt und das, was uns verbindet. Schließlich verspricht Jesus ja (Matthäus 10,32): Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.

Michael Becker
mbecker@buhv.de