Gibt es einen Fußballgott?

Foto KalterLiebe Leserinnen und Leser,
besonders liebe Fußballfans.

Gibt es einen Fußballgott?
Für die Fans des 1. FC Köln, der in diesem Jahr den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft hat, wird es da keinen Zweifel geben. Aber nicht immer können die Fußballbegeisterten sich so sicher sein, dass es ihn gibt. Wenn es absolut nicht gut läuft für die eigene Mannschaft, mit der man mitfiebert, können schon mal Zweifel an der Existenz des Fußballgottes entstehen.

Der Fußballgott hat also offensichtlich direkt etwas mit dem Spiel und dem Spielverlauf zu tun. Beim Kampf der Nobodys gegen einen übermächtigen Gegner hilft nur noch Beten. Steht die Abwehr katastrophal, dann hilft hinten nur noch der liebe Gott. Steht die Abwehr sicher und der Angriff kommt nicht durch, dann heißt es umgekehrt: hinten dicht und vorne hilft nur noch der liebe Gott.

Eigentlich ist das beim Fußball nicht anders als sonst im Leben. Wir wissen, dass wir längst nicht alles in unserer Hand haben. Und dann rufen Menschen häufig nach einer göttlichen Macht, die Antworten gibt, die Klagen hört, der aber auch gedankt werden kann. Das Bedürfnis, das eigene Erleben in einen größeren Zusammenhang einzuordnen, liegt uns Menschen scheinbar im Blut.

Kein noch so großer Fußballexperte vermag im Voraus zu sagen, wer das Endspiel der WM gewinnt. Niemand weiß beim Anpfiff, wie es nach neunzig Minuten aussehen wird. Und im Leben ist es ähnlich: das Angst machende ist die Tatsache, dass wir oft nicht wissen, wie es weitergeht. Sicher sind aber die Zusagen des Gottes Jesu: Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.

In diesem Sinne können wir Christen zuversichtlich – auch in eine unsichere und nicht vorhersehbare Zukunft – gehen. Dieses Vertrauen in den Gott Jesu – den Gott des Lebens wünsche ich uns allen. Gerade dann, wenn es schwer wird im Leben.

Den Fußballfans wünsche ich eine schöne und aufregende Weltmeisterschaft.
Und denen, die mit Fußball nichts anfangen können, wünsche ich die heitere Gelassenheit, ihre Männer und Frauen, Söhne, Töchter und Kolleginnen und Kollegen in diesen vier Wochen zu ertragen. Seien Sie getrost: es geht vorbei. Und egal wie es für unsere Nationalmannschaft ausgeht – es gibt für uns Christen nicht nur ein Leben nach dem Tode – sondern ganz bestimmt auch eins nach der Fußballweltmeisterschaft.

Roman Kalter

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