Archiv für den Monat: Dezember 2013

Gebet für die Bischofssynode 2014

Der Heilige Vater, Papst Franziskus, hat aus Anlass des Fest des Heiligen Familie ein Gebet an die Heilige Familie zur Vorbereitung der Synode zum Thema “Familie” formuliert.

Wir alle sind herzlich eingeladen, für diese wichtige Synode die Fürsprache der Heiligen Familie zu erbitten.

„Jesus, Maria und Josef,
in euch betrachten wir
den Glanz der wahren Liebe,
an euch wenden wir uns voll Vertrauen.

Heilige Familie von Nazareth,
mache auch unsere Familien
zu Orten der Gemeinschaft und Räumen des Gebetes,
zu echten Schulen des Evangeliums
und kleinen Hauskirchen.

Heilige Familie von Nazareth,
nie mehr gebe es in unseren Familien
Gewalt, Verschlossenheit und Spaltung:
Wer Verletzung erfahren oder Anstoß nehmen musste,
finde bald Trost und Heilung.

Heilige Familie von Nazareth,
möge die kommende Bischofssynode
in allen wieder das Bewusstsein erwecken
für die Heiligkeit und Unantastbarkeit der Familie,
für ihre Schönheit im Plan Gottes.

Jesus, Maria und Josef,
hört und erhört unser Flehen! Amen“.

Papst Franziskus, Angelusgebet am 29.12.2013

Rorate-Messe in Ehrenbreitstein

Herzliche Einladung zur Feier der Rorate-Messe im Rahmen der Frühschicht mit anschließendem Frühstück am Donnerstag, 19.12.2013, um 6 Uhr in der Klosterkirche in Ehrenbreitstein.
Die Rorate-Messe hat ihren Namen von der lateinischen Antiphon “Rorate caeli desuper” (Tauet, Himmel, von oben) und bringt von ihrem Charakter her die besondere Sehnsucht des Volkes Israel nach dem verheißenen Messias zum Ausdruck. Die nur durch Kerzenschein erhellte Kirche und die Momente der Stille und des Schweigens machen auch für uns heute das Dilemma des Volkes Israel spürbar.
Wir sind eingeladen, uns auf dem Weg der Vorbereitung auf das Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus in besonderer Weise einzustimmen, um das größte Wunder der Geschichte Gottes mit den Menschen noch bewusster mitfeiern zu können.

Gründung des Fördervereins St. Aldegundis e.V.

Endlich ist es soweit! Auf Beschluss des Verwaltungsrates findet am Dienstag, den 28. Januar 2014 um 18.45 Uhr im Pfarrhaus Arzheim die Gründungsversammlung für unseren “Förderverein St. Aldegundis e.V.” statt.

Ziel des Fördervereins ist der Unterhalt, die Renovierung und der Erhalt der Pfarrkirche St. Aldegundis und des Pfarrhauses.

Bei der Versammlung soll die vorliegende Satzung beraten und festgestellt werden. Anschließend werden die Kandidaten für den Vorstand benannt und im weiteren findet die Wahl des Vorstandes nebst Beisitzern statt.

Alle Gemeindemitglieder, Freunde und Förderer sind zur Gründung ganz herzlich eingeladen.

Bald ist Weihnachten

Foto Kalter

Liebe Leserinnen und Leser,

bald ist Weihnachten – das Fest des kleinen Kindes in der Krippe. Erinnern wir uns: An kleine Kinder, denen wir in unserem Leben begegnet sind. Vielleicht an unsere eigenen Kinder, als sie klein waren. Vielleicht auch an unsere Enkel oder die Kinder von Bekannten und Nachbarn. Versuchen wir uns einen Moment daran zu erinnern, wie das war, als wir uns über das Bettchen beugten und das kleine Wesen ansahen. Was ging da in uns vor? Was geht in uns vor, wenn wir kleine Kinder sehen? Wir sind irgendwie berührt. Das Herz geht uns auf. Denn ein neugeborenes Kind ist immer auch ein Symbol für einen neuen Anfang. Mit ihm beginnt etwas ganz Neues. Neues Leben. Ein Neugeborenes ist noch unverfälscht, noch in keiner Weise geprägt oder gar verbogen. Es hat alles noch vor sich. Noch ist alles möglich. Noch steht alles offen.
Wenn wir in den Evangelien die Geschichten von Jesus lesen, die Erzählungen von dem nun erwachsenen Mann, dann stellen wir fest, dass Jesus Menschen offenbar genau das ermöglichte, was wir uns so oft erhoffen und irgendwie mit neugeborenen Kindern verbinden. Den Neuanfang – die offenen Türen – die Zukunft. Verständnis. Bedingungsloses Angenommen sein, eben nur weil wir auf der Welt sind.
Da lesen wir davon, dass Menschen von Jesus aufgerichtet wurden. Ermutigt wurden – neues Selbstvertrauen bekamen. Aus Einsamkeit und Isolation befreit wurden. Geheilt wurden. An Leib und vor allem an ihrer Seele. Kein Wunder, dass das Kind in der Krippe zu solcher Bedeutung aufgestiegen ist. In ihm verdichtete sich im Nachhinein all das, was über Jesus zu sagen war und ist. Dass in ihm die Liebe Gottes erfahrbar und spürbar wurde und er den Menschen gab, was sie zu einem sinnvollen Weiterleben brauchten – Geborgenheit und Anerkennung – eine Perspektive für die Zukunft – eine Hoffnung sogar über die Ränder der sichtbaren Welt hinaus. All das, was wir uns an Weihnachten zu Recht erhoffen.
Keiner ist so verloren, dass Gott ihn nicht mehr lieben würde. Keiner ist so verbogen in seinem Leben, dass Gott ihn nicht mehr aufrichten könnte. Keiner ist so zerbrochen, dass sich nicht doch noch einmal etwas ändern könnte. Für diese Sicht kämpfte Jesus. Für diese Sicht der Welt und der Menschen steht Weihnachten.
Bald ist wieder Heiliger Abend. Der Tag, an dem wir uns vor Augen halten, was mit diesem Kind in der Krippe begann. Eine Hoffnung auf Veränderung unseres Lebens in dieser Welt. Gott hat das Seine dazu getan in dem er uns Jesus schenkte, der uns vorlebte was er meinte wenn er sagt: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“.
Jetzt liegt es an uns. Wir können zur Krippe gehen. Dem Kind dort ins Gesicht schauen. Das Zeichen für die Hoffnung sehen, dass unsere Sehnsüchte, unsere Erwartungen, unsere Fragen Antworten finden können. Wo das gelingt, da wird wirklich Weihnachten. Da ist Gott tatsächlich bei mir angekommen.

Roman Kalter, Gemeindereferent